Wer nah am Menschen arbeitet, braucht eine tragfähige innere Basis – aus Selbstfürsorge und der Fähigkeit zur Abgrenzung –, um langfristig wirklich präsent sein zu können.
Beratende, Begleitende und Unterstützende bringen oft viel von sich selbst mit ein. Empathie ist dabei eine ihrer größten Stärken – und zugleich eine, die zehren kann. Schwierigkeiten beim Nein-Sagen, das Gefühl, für jede Lösung verantwortlich zu sein oder eine schleichende Erschöpfung sind deutliche Zeichen: Etwas ist aus der Balance geraten.
Dieses Seminar bietet Raum, die eigene Rolle als Beratende zu reflektieren und Ideen für individuelle Strategien zu entwickeln, um sich gesund abzugrenzen – ohne dabei weniger präsent, empathisch oder professionell zu sein.
Das Besondere
Das Seminar wird gemeinsam durchgeführt von einer Fachkraft und einer/m Expert*in aus Erfahrung (EX-IN): einer Person, die selbst psychische Krisen erlebt hat und die Qualifizierung zur EX-IN-Genesungsbegleitenden abgeschlossen hat. Diese Kombination aus fachlichem und persönlichem Erfahrungswissen ermöglicht eine multiperspektivische und praxisnahe Auseinandersetzung mit dem Thema.
Für wen ist das Angebot?
- Das Angebot richtet sich an Beratende, Begleitende und andere Fachkräfte, die Menschen in belastenden Lebenssituationen beraten und begleiten.
Das lernen Sie:
- Rollenklarheit in der Beratung – Grundlage für wirksames und faires Handeln
- Hintergründe psychischer Belastung verstehen
- „Fallstricke im Inneren": Was hindert mich daran, mich gut abzugrenzen?
- Professionelles vs. privates Beziehungsmuster – Unterschiede erkennen und nutzen
- Selbstmitgefühl als Ressource: Umgang mit Selbstkritik und inneren Ansprüchen
- Fallbeispiele aus der Beratungspraxis
- Weiterführende Unterstützungsangebote und Anlaufstellen

