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Im Rahmen unserer 6. Verbundtagung kamen die Projektpartner für zwei intensive und inspirierende Tage in Bad Zwischenahn zusammen. Unter den Schwerpunktthemen „Werte, Dissonanzen und Gestaltung von Führung“ sowie „Verstetigung und Transfer“ wurden Erfahrungen ausgetauscht, neue Ideen entwickelt und wichtige Weichen für die nächste Projektphase gestellt.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Projektleitung und den Projektträger starteten wir direkt in das Programm des ersten Tages.
Den Auftakt bildete ein Workshop mit dem Titel „Narrative aus der Praxis“. Anhand von vier Personas wurden typische Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag sichtbar gemacht. Die Personas repräsentierten unterschiedliche Problemstellungen aus den Bereichen Sprache und Diskriminierung, Onboarding, physische Belastungen sowie psychische Belastungen. In Kleingruppen wurden die Entwicklungsverläufe und Belastungsdynamiken der jeweiligen Persona analysiert und zentrale Problemstellungen herausgearbeitet.
Nach einer kurzen Kaffee- und Umbaupause folgte ein besonderes Highlight der Tagung: Erstmals wurde vor Ort ein Live-Podcast aufgenommen. Unter dem Titel „Menschenbild im Dienstleistungssektor“ diskutierten die Beteiligten mit Prof. Dr. Lars Hochmann Fragen der Werteorientierung und Vertrauensbildung zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden sowie den Umgang mit organisationalen Spannungsfeldern und Dissonanzen. Das neue Format stieß auf großes Interesse und sorgte für spannende Perspektivenwechsel.
Nach der Mittagspause wurden die am Vormittag entwickelten Personas im Rahmen eines World Cafés erneut aufgegriffen. In vier thematischen Gruppen wurden die identifizierten Herausforderungen vertieft und gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet. Dabei entstanden zahlreiche Ideen und praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit den jeweiligen Problemlagen.
Zum Abschluss des Tages wurden die Ergebnisse im Plenum zusammengetragen und diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei Werteanforderungen an Führungskräfte, konkrete Methoden und Unterstützungsformate, der Umgang mit Dissonanzen im organisationalen Kontext sowie erste Ansatzpunkte für ein zukünftiges Führungskräfteprogramm.
Der Tag klang bei einem gemeinsamen Abendessen aus. Da viele Teilnehmende vor Ort übernachteten, bot sich darüber hinaus die Gelegenheit für informellen Austausch und persönliche Gespräche außerhalb des offiziellen Programms.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Frage: Wie können die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig in die Praxis übertragen werden?
Nach einer gemeinsamen Reflexion der Ergebnisse des ersten Tages widmeten wir uns zunächst der Zielgruppenansprache. In einem Input mit anschließendem Workshop wurden Erfahrungen und Strategien zur Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen diskutiert. Dabei standen sowohl Führungskräfte als auch Einfacharbeitende im Fokus.
Am Nachmittag stand schließlich die Frage im Mittelpunkt, wie die im Projekt entwickelten Ansätze auch über die Projektlaufzeit hinaus wirksam bleiben können. In verschiedenen Arbeitsphasen wurden Ideen zur Verstetigung und zum Transfer der Projektergebnisse gesammelt und weiterentwickelt.
Diskutiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung der Kompetenzzentren, Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit der Standorte sowie Ansätze, um bestehende Angebote sichtbarer zu machen. Auch die Entwicklung gemeinsamer Strukturen, etwa in Form einer Dachmarke, eines digitalen HUBs oder eines gemeinsamen Webauftritts, wurde thematisiert.
Die Diskussionen machten deutlich, wie wichtig eine nachhaltige Struktur für die langfristige Wirkung der Projektergebnisse ist und welche Potenziale in einer engeren Zusammenarbeit der Standorte liegen.
Die 6. Verbundtagung hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der gemeinsame Austausch im Projektverbund ist. In den zwei Tagen wurden Herausforderungen reflektiert, Lösungsansätze entwickelt und Perspektiven für die Zukunft erarbeitet. Mit vielen neuen Ideen, konkreten Impulsen und einer klaren Ausrichtung für die kommenden Monate kehrten die Teilnehmenden in ihren Projektalltag zurück.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die engagierten Beiträge, die offenen Diskussionen und die erfolgreiche Zusammenarbeit und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte.